Sportanlage

Das neue Mühlwiesstadion seit 2003

Der "alte" Sportplatz in Sotzweiler
Seit dem Jahre 1960 befindet sich der Sportplatz des TSV in der "Mühlwies". Der ehemalige Hartplatz war bereits Mitte der 90er Jahre in einem äußerst schlechten Zustand. Seit 1996 kämpfte der heutige Vorsitzende um die Sanierung bzw. Erneuerung der Sportanlage. Die Decke des Hartplatzes war im Laufe der Jahre völlig abgewirtschaftet worden.
Stellenweise war nur noch eine Lehmschicht vorhanden, die das Spielfeld bei Regen zu einer Rutschbahn werden ließ. Zudem konnte das Regenwasser auf dem Platz nicht mehr versickern, so dass tiefe Pfützen entstanden.

Der zuständige Sachverständige hatte 1995 den Sportplatz in Sotzweiler als einen der schlechtesten im Saarland bezeichnet. In seinem Gutachten aus dem gleichen Jahr stellte der Sachverständige fest, dass eine "akute Verletzungsgefahr" für Spieler existiere.
Der TSV hatte in seinem Jubiläumsjahr zum achtzigjährigen Bestehen im Jahre 2000 große Ängste um das Fortbestehen des Vereins, sofern sich in Bezug auf den katastrophalen Platz nichts tue.
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Alle Anträge, die der Verein bei der Gemeinde Tholey, als Eigentümerin des Platzes, stellten verliefen zunächst erfolglos. Die Gemeinde verwies auf die leeren Gemeindekassen und die bevorstehenden Investitionen in Millionenhöhe für den Neubau der Mehrzweckhalle. Für den Verein entstand eine prikäre Situation. Es wurden keine neuen Spieler mehr gefunden und eigene Spieler verliesen den Verein, da niemand mehr auf einem Platz trainieren und spielen wollte, auf dem eine permanente Verletzungsgefahr drohte. Der Verein musste schmerzhaft feststellen, dass die Spieler lieber zehn Kilometer weiterfahren um auf einem ordentlichen Platz dem Fußballsport nachzukommen.
Erst im Jahre 2002 gab der Gemeinderat der Gemeinde Tholey grünes Licht für den Bau eines neuen Sportplatzes. Unter der Leitung von Stephan Alt wurde die Projektgruppe "Sportplatzbau" ins Leben gerufen. Mitglieder der Projektgruppe waren neben dem Vorsitzenden: Alfred Zapp, Uwe Schu, Winfried Backes, Andreas Zimmer und Alois Backes. Diese Projektgruppe hatte vorab eine sachlich schwierige Entscheidung zu treffen. Es galt zu entscheiden einen Kunstrasenplatz mit Kosten in Höhe von rund 400.000,- Euro oder einen wesentlich kostengünstigeren Naturrasenplatz mit Kosten in Höhe von ca. 200.000,- Euro zu erstellen.
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Die Entscheidung der Projektgruppe wurde erleichtert, da die Gemeinde das an den Sportplatz angrenzende Gelände erwerben konnte und damit der Weg zum Bau eines Naturrasenplatzes mit einem Kleinspield für die Trainings- und Übungseinheiten frei war. In den Grundstücksverhandlungen mit dem privaten Eigentümer wurde die Gemeinde durch den damaligen Ortsvorsteher, Herrn Klaus-Peter König, tadellos unterstützt.
Dem von der Projektgruppe vorgelegten Plan zum Bau eines Naturrasenplatzes sowie eines Kleinspielfeldes (60 x 40 Meter) und dem damit verbundenen Finanzierungsvorschlag stimmte die Generalversammlung im November 2002 einstimmig zu.
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Am 2. Dezember 2002 rollten dann endlich die ersten Baugeräte auf den maroden Hartplatz. Nach zähen und langwierigen Verhandlungen war die Firma Gebrüder Becker aus Taunusstein mit dem Bau der beiden Spielfelder beauftragt worden. Die Fertigstellung des Rasenplatzes sollte die Firma Altmeyer aus Überherrn übernehmen.

In den folgenden Wochen leisteten die Vereinsmitglieder großartiges. Rund 6.500 Arbeitsstunden wurden geleistet. In der Regel arbeiteten täglich zwischen zehn und zwanzig Vereinsmitglieder auf der Großbaustelle. Als Eigenleistung wurden 250 Meter Zaunanlage erstellt, 600 Meter Randsteine und ca. 1000 Quadratmeter Verbundsteine verlegt. Zudem erstellte Uwe Schu in Eigenregie die Baupläne und die Pläne für die neue Drainage und die Außenanlage.
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Die ältesten Helfer, zudem auch noch täglich auf der Baustelle anzutreffen, waren Ernst Meyers, 71 Jahre, und Gerhard Backes, 64 Jahre. Den kostenlosen Transport aller Baumaterialien übernahm Logistikunternehmer und Vereinsmitglied Franz-Josef Woll. Die Firma Josef Zimmer & Söhne GmbH stellte Arbeitsgeräte ohne Entgelt zur Verfügung. Dafür, dass während den Arbeiten niemand vom Fleisch fiel, sorgte die Metzgerei Paul Scheib gemeinsam mit dem Lebensmittgelschäft Joachim Scheid.
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Die gesamten Baukosten der Sportanlage betrugen ca. 231.000 Euro. Da auch die Drainage zur Entwässerung des neuen Rasenplatzes komplett erneuert werden musste, steuerte die Gemeinde Tholey einen Zuschuss in Höhe von 110.000,- Euro zur Erstellung der Anlage bei. Von der Sportplanungskommission wurde ein Betrag in Höhe von 54.000 Euro zur Verfügung gestellt. Rund 57.000 Euro musste der TSV selbst aufbringen.
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 21. März 2013 )